Beim Sport werden Kohlenhydrate (in den Muskeln als Glukogen gespeichert) und Fette zu CO2 und Wasser verbrennt. Dabei wird Energie für die Muskelkontraktion freigesetzt. Dieser Prozess läuft in den Mitochondrien ab (Glykolyse). Läuft die Glykolyse anaerob ab, wird zwar in kurzer Zeit viel Energie bereitgestellt, aber es fällt ein Stoffwechsel-Zwischenprodukt an: Laktat. Dieses wird nicht wie oft fälschlich angenommen vom Körper entsorgt, sondern von verschiedenen Organen zum Wiederaufbau von Glykose oder zur Energiebereitstellung verwendet.
Laktat ist also nicht die Ursache der Übersäuerung der Muskulatur, sondern ein Mechanismus des Körpers zum Abpuffern der Säure. Das Problem von Laktat ist sozusagen, dass es leicht messbar ist und seine Konzentration proportional mit der Übersäuerung steigt.
Nach neuesten Erkenntnissen dient Laktat also der Energiebereitstellung und kann unter bestimmten Bedingungen einen Hinweis auf den muskulären Glykogenspeicher liefern.
(mehr: NZZ, NYT)

0 Kommentare ↓
Kommentiere!!!
Hier schreiben: